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ID? Wohl kaum!

wie viele meiner philospohischen Ergüsse, kam mir auch die Idee zu diesem Artikel während einer Fahrt mit dem ÖPNV. Genauer gesagt während 2 Fahrten, einmal der Fahrt Samstagnacht zurück aus der Altstadt und der am nächsten Morgen folgenden Freizeitfahrt. Diesmal ist mein Arbeitsweg (der ca. 90% meiner (zwangs) ÖPNV-Besuche ausmacht) also unschuldig.

Für all die Glücklichen da draussen, die noch nie etwas vom geistigen Dünnpfiff ID gehört haben (herzlichen Glückwunsch ihr wurdet anscheinend nicht im amerikanischen Schulsystem indoktriniert), erstmal eine kleine Einführung. ID steht für Inteligent Design, also intelligenter Entwurf, dabei handelt es sich um eine "wissenschaftliche" Theorie, die sich selbst als ernstzunehmenden Ersatz für die, angeblich falsche, Evolutionstheorie von Darwin sieht. ID geht davon aus, dass der Mensch (und vermutlich die weniger wichtigen Tiere auch) soooooo genial aufbaut ist, dass er unmöglich aus Zufall entstanden sein kann (also Evolution, Mutation, Selektion, ...), sondern das es einen intelligenten Architekten gibt (gegeben haben muss). Da ihr euch sicher denken könnt aus welcher, für ihre Wissenschaftsliebe und Wahrheitstreue bekannten, Ecke, diese Theorie stammt, könnt ihr euch sicher vorstellen, dass mit diesem Architekten im allgemeinen ein omnipotentes tranzendales Wesen in Verbindung gebracht wird.

Was ist nun von dieser "grenzgenialen" Theorie zu halten?
Versetzen wir uns mal in die Lage eines omnipotentes tranzendales Wesens (Das dürfte dem geneigten Leser dieses Artikels, der sich ja schon allein als Kosument meines Blogs quasi als Genie geouted hat nicht schwer fallen. Ohne zumindest geniale Tendenzen dürfte es einem "normalen" Menschen kaum möglich sein meinen verkorksten Gedankengängen zu folgen und nach einem derart langen Klammereinschub noch zu wissen worum es in dem Artikel, den er gerade liest und überhaupt, sowieso, deshalb...) ... wie dem auch sei, auch ohne Omnipotenz bin ich mir sicher, dass ich etwas sagen wir mal perfekteres als einen Menschen entwerfen könnte. Zum Beispiel wird niemand bestreiten wollen das 27 Arme, wenn sie perfekt koordiniert werden können und sich nicht behindern, besser sind als zwei. Es wäre auch nicht schlecht, wenn abgetrennte Gliedmassen wieder nachwachsen würden, oder jeder Penis exakt gleich groß wäre (das würde viele gesellschaftliche Konflikte entschärfen).

Selbst wenn man jetzt mal davon ausgeht, das der menschliche Grundaufbau (2 arme, 2 beine, 1 Kopf usw.) perfekt ist (und man die Frage warum dann nicht alle Tiere so aufbaut sind, mal ausser acht lässt) steckt der Teufel im Detail. Es gibt da nämlich so einiges was mich am menschlichen Design stört:

Und damit wären wir wieder Mitten im ÖPNV (ich hätte nicht gedacht das ich den Bogen noch kriege), dort wird man nämlich (und darüber habe ich mich ja schon öfter hier ausgelassen) von einer Menge (bestenfalls) unerwünschter Eindrück konfrontiert. Und dagegen hat der Mensch eine tolle Sache eingebaut, die Augenlider! Das Hirn schickt einen kurzen Elektroimpuls los, zwei Muskeln kontraktieren und der Sehnerv wird wirkungsvoll vom Aussenlicht abgeschnitten. Schon kehrt Ruhe im Sehzentrum ein und man muss die Fratzen der Bratzen die um einen rum die Bahn oder den Bus bevölkern nicht mehr ertragen. Das einzige Problem ist auf seine Geldbörse zu achten während man die Augen zu hat, aber wenn man wie ich immer drauf sitzt ist das ein beherrschbares Problem. Wie gesagt alles in allem eine tolle Sache diese Augenlider. Bleibt eine Frage?:

WARUM ZUR HÖLLE HAT MAN SOWAS NICHT AN NASE UND OHREN?

Schliesslich wird man Tag täglich auch mit olfaktorischen und akustischen Eindrücken bombadiert, von denen man lieber nichts wissen will und wo wird das deutlicher als im ÖPNV?

Stinkende Mitmenschen die sich offenbar Monate nicht gewaschen haben, oder (fast schlimmer) alte Damen die sich literweise billigstes Kik-Parfüm über den Kunstnerz gegossen haben, so das augenblicklich ein Migräneanfall ausgelösst wird. Sämtliche Körperauscheidungen. Wenn Süßkind meint im Paris des Mittelalters habe der schlimmste Gestank geherrscht, so kann ich nur sagen, der Mann ist anscheinend noch nie mit der Rheinbahn nach Neuss gefahren.

Die Ohren haben es nicht viel besser: Kids mit ihren Ghettoblastern oder Handys (die beiden Geräte scheinen in vollkommenere Symbiose aufzugehen, waren das noch Zeiten als man wenigstens Kopfhöhrer benutzte), die Bibel/Koran-Redner, die Selbstgesprächeführer, die Huser, Keucher und Kotzer, die schreienden Kinder, die schreienden Erwachsenen, das schreienden Bahnpersonal, ... die Liste liesse sich wohl endlos fortsetzen.

Warum kann ich mein zartes Gemüt nicht wirkungsvoll gegen diese Übereizung schützen? Ein paar einfach Ohren- und Nasenklappen hätten es getan, wäre das zuviel verlangt von einem omnipoteten Wesen?

Aus evolutionistischer Sicht lässt sich das wohl erklären, Ohren und Nasen war früher wohl wichtige Instrumente in der Feind- und Gefahrerkennung und es war wohl schlichtweg selektiv tödlich sie nicht zu besitzen.

Das bringt mich wieder zurück zu dem Punkt das 2 Arme (und Hände) einfach zu wenig sind, schonmal versucht sich damit wirkungsvoll 3 Sinnesorgane (1 Nase + 2 Ohren) zuzuhalten, ohne dabei wie ein totaler Trottel auszusehen?

Ich empfehle Daumen auf die Ohren und die Zeigefinger für die Nase nehmen, wie ein Trottel sieht man allerding trotzdem aus!
27.2.07 12:24
 


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